Heißluftfritteuse, Backofen und Fritteuse – die Unterschiede

Wir lieben sie: Die Pommes! 87 Prozent der Deutschen würden am liebsten täglich, zumindest 2–3-mal wöchentlich, Pommes essen. Dann stellt sich die Frage, wie mögt Ihr sie? Fetttriefend, weich und labberig oder außen knusprig und innen weich. Alles eine Frage der Zubereitung. Erfahren Sie alles Wichtige über Heißluftfritteuse, Backofen und Fritteuse – die Unterschiede.

Heißluftfritteuse, Backofen und Fritteuse: Grundsätzliches

Zunächst einmal müssen wir uns über die Funktionsweise der drei Geräte unterhalten.

Fritteuse

In der allseits bekannten Fritteuse werden die Kartoffelstäbchen, auch Pommes genannt, oder anderes Frittiergut in heißes Öl getaucht oder ertränkt. Dieses Öl wird meist elektrisch auf in der Regel 175°C bis 190°C erhitzt.

Backofen

In einem Backofen werden Lebensmittel auf einer oder mehreren Ebenen zubereitet. Mittels Heizspiralen wird die Luft im Backofen erhitzt und zirkuliert im Ofen; man unterscheidet Ober- und Unterhitze beziehungsweise Umluftfunktion. Oft ist auch eine Grillfunktion integriert.

Heißluftfritteuse

Bei einer Heißluftfritteuse wird die Luft im Inneren sehr hoch erhitzt und diese zirkuliert mittels eines Ventilators mit sehr hoher Geschwindigkeit in der Fritteuse. Sie kann, obwohl ihr Name dies vermuten lässt, vielmehr als Pommes und ähnliches frittieren. Ich möchte jetzt ausdrücklich keine Werbung für irgendein Gerät oder eine Firma machen, aber eine Heißluftfritteuse kann vieles mehr. Ein modernes Hochleistungsgerät kann frittieren, grillen, garen und backen. Es können viele Speisen, auch gefrorene, wie im Ofen zubereitet werden, nur schneller. Oder könnt Ihr euch vorstellen, ein warmes Dessert mit allem Drum und Dran in einer Schale in maximal 10 Minuten auf den Tisch zu bekommen, nicht, dann schaut es Euch an bei

Gebackene Bananen aus der Heißluftfritteuse.

Heißluftfritteuse, Backofen und Fritteuse: Kenndaten

Vergleichen wir im Folgenden einmal ein paar Werte der drei Geräte.

Kapazität

Schauen wir uns zuerst einmal die Größe der Geräte an. Eine Fritteuse hat in der Regel eine Kapazität von 800 bis 2000 Gramm.

Beim Backofen kommen wir in ganz andere Dimensionen, die Kapazität liegt meist bei 54 bis 75 Liter. Noch mehr könnt Ihr erfahren in dem Beitrag Stromverbrauch Backofen – Tipps zum Sparen.

Eine Heißluftfritteuse hat in der Regel ein Volumen von 1,5 bis zu 2 Liter, wobei XXL-Geräte noch etwas größer sind und auch für eine 4–5-köpfige Familie ausreichen.

Leistung und Verbrauch

Entsprechend der Größe und der Anforderungen sind Leistung und Verbrauch unterschiedlich.

Die Fritteusen Leistung liegt je nach Gerät zwischen 1400 und meist 2200 Watt. Große Geräte verbrauchen bis zu 3000 Watt. Eine Fritteuse mit 2000 Watt Leistung verbraucht somit etwa 2 Kilowattstunde.

Backöfen haben mit ihrer großen Kapazität einen entsprechend großen Energiebedarf. Je nach Energieeffizienzklasse des Gerätes liegt der Verbrauch schnell bei 1600 bis 2000 Watt pro Stunde.

Eine Heißluftfritteuse hat eine Leistung von 1400 bis 2000 Watt. Hier kommt einer der Vorteile einer Heißluftfritteuse zum Tragen und das ist die gleichmäßige Wärmeverteilung im Frittierkorb, welche Ihre Speisen besonders gleichmäßig und effizient gart. Auch sind Heißluftfritteusen gegenüber Fritteusen insofern schonender für die Umwelt: Weniger Öl, weniger Fett-Entsorgung.

Chicken Wings aus dem Airfryer-Heißluftfritteuse Gerichte-ballesworld

Heißluftfritteuse, Backofen und Fritteuse: Zubereitungszeiten

Das Frittieren in einer normalen Fritteuse dauert in der Regel nur wenige Minuten. Eine Heißluftfritteuse sowie ein Bachofen benötigen etwas mehr Zeit, jedoch wird der Zeitverlust durch keinen unangenehmen Geruch, keine Altöl-Entsorgung und keine fetttriefenden Lebensmittel ausgeglichen.

Andererseits braucht die Heißluftfritteuse im Unterschied zum Backofen keine Aufheizzeit und insgesamt eine geringere Zubereitungszeit, ich muss ja nicht das große Volumen erhitzen. Die kurze Zubereitungszeit von hochwertigen Geräten und dessen spezielles Luft-Zirkulationssystem sind genau das, was Speisen außen knusprig und innen zart macht – kein Austrocknen mehr, wie es im Ofen leicht passieren kann.

Heißluftfritteuse, Backofen und Fritteuse: Geschmack

Es gilt folgende Fragen zu beantworten. Gibt es Gerichte, die aus einer Heißluftfritteuse, einer Fritteuse besser schmecken als aus dem Backofen? Oder gar umgekehrt? Und wenn ja, welche wären das?

Kommen wir zu den Eingangs erwähnten Pommes. Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten und ich möchte auch niemanden meinen Geschmack aufzwingen. Für mich sieht es bei den Pommes, überspitzt ausgedrückt, wie folgt aus:

  • Fritteuse:                     Fetttriefend, aber lecker
  • Backofen:                    Weich und labberig
  • Heißluftfritteuse:        Außen kross und Innen weich, perfekt.

Bei der Heißluftfritteuse brauche ich bei Fertigpommes gar kein Öl und bei den genialen selbst geschnittenen Pommes circa 1 EL Öl. Ein winziger Bruchteil von dem Verbrauch in der Fritteuse.

Gleiches gilt für Hähnchenteile oder auch ganze Hähnchen, die gar kein Fett brauchen, weil sie genug Eigenfett haben.

Es gibt einige Beiträge im Netz, die die Zubereitung von Gemüse in der Herzluftfritteuse nicht befürworten, weil das Gemüse trocken würde. Dem kann ich nicht zustimmen. Rezepte für richtig leckeres Gemüse aus der Heißluftfritteuse findet Ihr bei

Noch ein kleines Beispiel für die Genialität der Heißluftfritteuse. Morgens halb sieben in Deutschland. Fritteuse auf, zwei Aufbackbrötchen und zwei Eier hinein, Deckel zu, Backzeit der Brötchen (8-10 min) eingestellt, laufen lassen. Nach der Zeit knack frische Brötchen und zwei perfekte weiche Frühstückseier genießen. Für zwei Brötchen würde ich nie den Backofen anwerfen und die Eier werden auch nicht von allein gekocht.

Heißluftfritteuse, Backofen und Fritteuse: Fazit

Jedes der besprochenen Geräte hat seine speziellen Vorteile, aber bei mir persönlich gibt es einen Sieger und das ist die Heißluftfritteuse.

Die Fritteuse ist für mich nicht geeignet wegen dem hohen Fettanteil auf meinem Teller, dem Geruch und der Altöl Entsorgung.

Der Backofen fällt auf Platz zwei zurück, aufgrund der vielen Kleinigkeiten, die gebacken, gegart oder sonst wie zubereitet werden müssen und in der Heißluftfritteuse besser aufbewahrt sind. Gleichwohl kann ich wegen der größeren Objekte, wie zum Beispiel ein großes Brot, eine Gans oder Pute oder die Weihnachtsbäckerei mit vielen leckeren Plätzchen nicht auf den Backofen verzichten. Die Heißluftfritteuse, auch Airfryer genannt, kann zumindest eine wertvolle Ergänzung sein und je nach Essgewohnheiten und Haushaltsgröße sogar den Backofen überflüssig machen.

Bei den heutigen extremhohen Energiepreisen ist die Heißluftfritteuse sehr vorteilhaft und spart mir noch Zeit. Das ich meine Familie damit auch gesünder ernähren kann, ist nicht zu bezahlen.