Weltbekannt: Der Königssee

11. Juni 2018 17 Von BallesWorld

Pflichtprogramm für alle Urlauber im Berchtesgadener Land: ein Besuch des Königssees.

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Der Königssee ist ein langgestreckter Gebirgssee im Nationalpark Berchtesgaden. Aufgrund der steilabfallenden Berghänge hat der See einen fjordähnlichen Charakter bei einer Tiefe von rund 190 m und daher gibt es auch keinen Rundweg um den See in Ufernähe.

Der See liegt am östlichen Fuß des Watzmanns und wird in wesentlichen durch den Saletbach gespeist. Hinzu kommen noch 4 große Wasserfälle, die dem See noch Oberflächenwasser zuführen. Da im Wassereinzugsgebiet nur in sehr geringem Umfang Almwirtschaft betrieben wird, ist die Wasserqualität des Sees sehr gut.

Zur Erhaltung der guten Wasserqualität trägt auch die Schifffahrt mit Elektrobooten bei. Zurzeit wird der See von der Bayerischer Seenschifffahrt mit 18 großen und einem kleinen Boot befahren. Die Bewältigung der Touristenströme ist in meinen Augen sehr gut organisiert. Man sollte nur etwas Verständnis für die Mitarbeiter aufbringen, denn deren Job ist nicht einfach.

Eine Seerundfahrt mit oder ohne Unterbrechung ist absolut zu empfehlen. Eine halbe Stunde dauert die Fahrt bis zur Kirche St.Bartholomäus, hinter der die ehrfurchtgebietende Ostwand des Watzmann aufragt.

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Neben der dem heiligen Bartholomäus gewidmeten barocken Wallfahrtskirche – mit ihren berühmten weinroten Zwiebeltürmen eines der weltweit meistfotografierten Motive – locken ein Abstecher ins königliche Jagdschloss, in dem heute eine bayerische Gaststätte zum Verweilen einlädt oder zum Fischer vom Königssee, der Forellen, Saiblinge und Renken in der 400 Jahre alten Räucherkammer zu edlen Leckerbissen verwandelt. Man kann aber auch mit dem Nationalpark-Ranger in die seltene Tier- und Pflanzenwelt der Halbinsel vordringen.

Auf etwa halber Fahrtstrecke nach St. Bartholomä wird den Gästen mit einem Flügelhorn oder einer Trompete vom Bootsführer das Echo an der Echowand demonstriert, dass in der Regel ein- oder zweimal zu hören ist.

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In weiteren 20 Bootsminuten ist die Haltestelle Salet erreicht, das hintere Ende des acht Kilometer langen Königssees.

Gastronomie ist am Königssee für jeden Geldbeutel vorhanden und von daher steht einem Besuch nichts im Wege.

In Schönau besteht noch die Möglichkeit mit einer Kabinenbahn ganz bequem auf den Jenner zufahren und von dort oben den Blick auf den See zu genießen. Uns war dies leider verwehrt, weil die Bahn geschlossen war.

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Die Großartigkeit der Natur, auf der einen Seite die schroffen und kahlen Wände des Watzmanns und auf der anderen Seite die Wälder des Naturschutzgebietes mit ihrer Vielfältigkeit, machen einen Besuch des Königssees unvergessen und auch einzigartig.

„Romy Schneider- ein Weltstar kehrt Heim“ unter diesem Motto gibt es in Schönau am Königssee im alten Bahnhof seit 2015 eine Dauerausstellung. Sie ist in den Sommermonaten täglich geöffnet und für alle Fans ein Muss.