Zugspitze und Eibsee – ein verpatzter Besuch

Im letzten Jahr waren mein Mann und ich auf der Halbinsel Holnis dem nördlichsten Punkt Deutschlands. Was liegt näher, als bei unserem Besuch in Bayern auf den höchsten Punkt Deutschlands zu fahren.

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Wir wollten mit der neuen Zugspitz-Seilbahn auf die Zugspitze fahren und nach dem Aufenthalt dort oben mit der Zahnradbahn wieder zur Station Eibsee runterfahren. Eine Fahrt, mit der im Dezember 2017 eröffneten „Weltrekordbahn“ musste sein. Die Seilbahn ist eine klassische Pendelbahn mit zwei Kabinen, die je 120 Fahrgäste befördern können. Die Länge der Bahn beträgt über 4400 m und das bei nur einer 127 m hohen Stütze. Ein Abschnitt von über 3200 m ohne Stütze ist Weltrekord.

Da mein Mann Eisenbahnfan ist, wollten wir mit der am 8. Juli 1930 eröffneten Zahnradbahn wieder runterfahren.

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Leider hatten wir uns erheblich verspätet und mussten mit ansehen wie die letzte Kabine von oben in die Talstation fuhr und dann war unser Tag im Eimer. Dachten wir.

Wir haben noch ein paar schöne Fotos gemacht und sind frustbeladen zum Eibsee gegangen. Und dort fand dieser Tag doch noch einen sehr schönen Abschluss.

Am See angekommen, wurden wir von einem jungen Mann angesprochen, ob wir die letzte Rundfahrt des Tages mitmachen möchten. Nach dem Motto: besser eine Rundfahrt als dumm rumsitzen, haben wir zugesagt.

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Wir waren mit dem Bootsführer nur 8 Personen auf dem Schiff, dass sonst 60 Personen befördert. Entsprechend entspannt und locker lief das ganze ab. Laut Wikipedia soll der Eibsee einer der schönsten Alpenseen sein und das können wir jetzt aus vollem Herzen bestätigen.

Leider oder Gottseidank ging ein Regenschauer über dem See runter. Dieser Schauer hat uns so schöne Bilder geschenkt. Die Farben des Wassers wechselten von Grün nach Blau und umgekehrt und es stellte sich ein Regenbogen ein, großartig! Wenn man in die Regenwand schaute, hatte der See etwas Mystisches an sich und ein Blick in die andere Richtung zeigte den See von seiner besten Seite. Es war einfach ein Traum und schon hatten wir den Frust über den verpatzten Zugspitzbesuch vergessen.  Ich hoffe, dass ich Euch mit den Bildern etwas von diesem Feeling rüberbringen kann.

Das Gebiet um den Eibsee ist natürlich touristisch voll erschlossen, d.h. Gastronomie für alle Preisklassen ist reichlich vorhanden. Steckerlfisch von Fischen die am Morgen noch im See geschwommen sind: ein Genuss.

 

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8 Kommentare

  1. Namaste Balle 🙂 Wie gehts es dir?

    The scenery is absolutely breath-taking! You are both very fortunate to have visited both peaks and to have experienced such wonderful natural beauty. Your photographs convey so much of the pleasure to be found there: they paint a 1000 words, thank you. I take great delight in viewing them all, but my favourite is the image of the small island, lush and green veiled behind the rain: I imagine it a magical place resting within an enchanted wilderness with a story at its heart.

    You sound delighted by chance to cruise the Lake unencumbered by a boat load of people…it was almost a VIP tour 🙂 Perhaps that was reward for having missed the last train to the bottom of Zugspitze: a trip for both to experience equally.

    You have given me another destination to consider whenever I visit that most amazing area. Thank you Balle.

    Hoping all is well and life a peach on a beach 🙂

    Guten Nachmittag. Namaste 🙂

    DN

  2. Toller Bericht und tolle Bilder! Berge und Meer – beides ist gleich faszinierend, weil man davorsteht und sich darin ergibt, dass es etwas Größeres gibt als die Menschen. 🙂

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