1400 Jahre Kloster Herrenchiemsee

6

Das Kloster Herrenchiemsee (auch Herrenwörth genannt) ist ein ehemaliges Stift der Augustiner-Chorherren auf der Insel Herrenchiemsee im Chiemsee in Bayern. Die Gründung erfolgte nach neuesten Erkenntnissen zwischen 620 und 629 und somit ist Herrenwörth das älteste bayrische Kloster. Anfang des 18.Jahrhunderts wurde das Kloster in das Alte Schloss Herrenchiemsee umgebaut und umbenannt.

IMG_20180517_113516

Das Kloster erlebte in den vergangenen Jahrhunderten viel Höhen und Tiefen. Im 1600. Jahrhundert durchlebte das Stift eine Hochphase und so wurde im Jahr 1642 mit dem Klosterneubau begonnen. Dieser wurde jedoch erst 90 Jahre später vollendet.

Das Kloster wurde im Rahmen der Säkularisation aufgelöst. Das heißt, es kam in staatlichen Besitz und wurde noch im selben Jahr an einen reichen Kaufmann verkauft. Zwischen 1818 und 1820 wurden die Türme und der Chor des Doms abgerissen und eine Brauerei eingerichtet. Die Klostergebäude wurden in das (Alte) Schloss Herrenchiemsee umgebaut.

1870 wurde die Insel an ein Holzverwertungskonsortium verkauft. Dieses plante die Abholzung der gesamten Insel. König Ludwig II. von Bayern verhinderte dies, indem er die gesamte Insel kaufte und ab 1878 sein Schloss Herrenchiemsee errichten ließ. Hat er gut gemacht, kann ich da nur sagen.

Zum Abschluss möchte ich noch auf ein für uns alle wichtiges Ereignis hinweisen.

Im Alten Schloss tagte vom 10. bis 23. August 1948 der Verfassungskonvent zur Vorbereitung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. An dieses denkwürdige Ereignis erinnert eine Dauerausstellung im Alten Schloss.

Ich hoffe ich konnte Euch mit meinen Worten und meinen Bildern von der Schönheit des Alten Schlosses(Kloster) überzeugen. Zum Schluss noch ein Tipp: Mit dem ersten Schiff rauf auf die Insel und erst mit dem letzten wieder runter. Es gibt unheimlich viel zu erleben und verhungern muss auch keiner, denn es gibt Gastronomie für jeden Geldbeutel. Und wer nicht mehr laufen kann, kann sich vom Schloss mit der Pferdekutsche zum Anleger bringen lassen.

 

 

6 Kommentare

  1. Eine echt schöne Beschreibung und die Bilder sind einladend gelungen, es atmet darin. Danke fürs Mitteilen.
    In mancher Hinsicht, macht es den Menschen schon etwas fassungslos, wenn man die Entwicklung liest. Erst fällt das Gebäude einem Umbau zum Opfer, denn Brauereien in alten Klostern, kann die Welt ja gar nicht genug haben. Anschließend setzt man dem noch die Härte auf und bietet die Insel zum Abholzen an. Es schaudert mich, welch lange Zeit – die Profitgier auf ihrem Pferd Habsucht bereits die Erde knechten tut.
    Doch gleichfalls bin ich angenehm berührt, denn dieser König hat die Dummheit abgewehrt, alle Schönheit beleuchtet und noch betont, mit Farbe und Raumkunst. Da war er wohl zu Recht ein Adliger, mit edler Gesinnung und hatte wahrlich einen Blick für das Wesentliche.
    So Dank ich dir, liebe Balle, dass ich mich hier und heute versöhnen konnte, mit zumindest einem Menschen, der von Geburt an daran glaubte, über allen Anderen zu stehen. Selbstverständlich nur, weil man es ihm sagte und er eventuell nie eigene Gedanken dachte oder tiefer fühlte, bis in die Seele. Bei diesem König war es jedoch anscheinend anders. Denn hätte es ihn nicht gegeben, wäre die Insel heute nicht mehr jene Schönheit, die ewig haltbar ist. Er hat das Ganze gesehen und geliebt.

    Schön, dass du mich daran erinnert hast.

    Fühlbare Sonntagsgrüße * Luxus

    • Vielen Dank für deine schönen Worte die mir aus der Seele sprechen.
      Liebe Grüße und einen schönen Abend, Balle

  2. Typisch ich, am besten gefällt mir die Küche … da braucht man Rollschuhe … einfach toll. Nein, Im Ernst, das war als Kloster sicherlich ein schöner Ort zur Besinnung. (Aber die Küche gefällt mir trotzdem …)

    • 😂😂😂 Du bist nicht allein 😀 Küche ist sehr schön, besonders Backofen 😊 Liebe Grüße meine Liebe und eine schöne Sonntag 🤗

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.