Der Laacher See – Ergebnis einer Naturkatastrophe

Zwischen Rhein, Mosel und Ahr befindet sich im Osten der Vulkaneifel das Laacher Seetal.

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Der Laacher See ist das Zentrum des Vulkangebietes der Osteifel. Dieses Vulkanfeld erstreckt sich mit etwa zehn Kilometern Radius rund um den Laacher See. Der Rhein ist dabei eine natürliche Grenze.

Vor ca. 13.000 Jahren war der Laacher Vulkan aktiv. Über drei aufeinander folgende Phasen kam es so zur bislang größten Vulkankatastrophe auf europäischem Boden, bei der die Ausbrüche Explosionen mit einer Sprengkraft von rund 500 Hiroshima-Bomben entfalteten.

Nachdem sich die Magmakammer umfassend entleert hatte, brach darüber das Dach des Grundgebirges ein, und es formte sich ein Einbruchskessel, den der Fachkundige Caldera (spanisch: Kesselchen) nennt. Dieser Kessel füllte sich mit der Zeit mit Wasser. Heute misst der See an seiner tiefsten Stelle 53 Meter. Er wird hauptsächlich von Grundwasser gespeist und besitzt keinen natürlichen Abfluss.

Am Ostufer des Sees treten über die Wasseroberfläche ständig Kohlendioxide aus. Fachlich bezeichnet man diese als Mofetten. Man erkennt diese Austritte im Wasser am Brodeln und Blubbern.

Bewertet eine Gruppe der Fachleute die Mofetten als Ankündigung baldiger neuer Laacher Vulkanaktivitäten, so sprechen andere Wissenschaftler vom „kalten Atem“ des „ersterbenden Vulkans“. Regelmäßig werden seit einigen Jahrzehnten die Ausgasungen im See gemessen und bewertet. Zurzeit und in naher Zukunft dürfte keine Gefahr vom Laacher Vulkan ausgehen. Der Laacher Vulkan „schläft“.

Der Laacher See und seine Umgebung bilden das größte Naturschutzgebiet in Rheinland-Pfalz und sind ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Der See, die umgebende Landschaft, die vorhandene Gastronomie und nicht zuletzt die Abtei Maria Laach bieten für jeden etwas und ich kann einen Besuch nur empfehlen.

 

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