Fuerteventura – Landschaft

Fuerteventura: Wo sich die faszinierende Natur in atemberaubenden Landschaften widerspiegelt.

Der Hauptwirtschaftszweig auf Fuerteventura ist der Tourismus. Mit seinen atemberaubenden Stränden, ganzjährig mildem Klima und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten zieht die Insel jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Diese Besucherströme haben zu einem großen Bedarf an Arbeitskräften in der Tourismusbranche geführt. Viele Einheimische finden Beschäftigung in Hotels, Restaurants, Freizeitparks und anderen touristischen Einrichtungen. Der Tourismus hat somit einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt der Insel.

Doch Fuerteventura hat mehr zu bieten als nur den Tourismus. Im Landesinneren, abseits der belebten Touristenhochburgen, gibt es noch andere Wirtschaftszweige, die eine wichtige Rolle spielen. Die Landwirtschaft ist nach wie vor präsent und für viele Familien eine Lebensgrundlage. Hier werden vor allem Tomaten, Kartoffeln, Zwiebeln und verschiedene Obstsorten angebaut. Die Viehzucht, insbesondere die Ziegenhaltung, ist ebenfalls weit verbreitet und liefert die Grundlage für die berühmten kanarischen Käsesorten, wie den Queso Majorero.

Ein weiterer bedeutender Wirtschaftszweig ist die Fischerei. Die Gewässer rund um Fuerteventura sind reich an Fischbeständen, und viele Einheimische betreiben traditionellen Fischfang. Diese Fische und Meeresfrüchte finden ihren Weg in die lokalen Märkte und Restaurants und tragen so zur Ernährung und zum kulinarischen Erbe der Insel bei.

Zusätzlich gewinnt die erneuerbare Energie zunehmend an Bedeutung. Mit zahlreichen Sonnenstunden und beständigen Winden bietet Fuerteventura ideale Bedingungen für Solar- und Windenergieprojekte. Diese Entwicklungen tragen nicht nur zur nachhaltigen Energieversorgung der Insel bei, sondern schaffen auch neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Chancen.

Insgesamt zeigt sich, dass Fuerteventura eine vielfältige Wirtschaftsstruktur aufweist. Während der Tourismus die treibende Kraft bleibt, sichern Landwirtschaft, Fischerei und erneuerbare Energien die wirtschaftliche Stabilität und bieten den Einheimischen außerhalb der Touristenregionen wertvolle Einkommensquellen.

Viehzucht ist auch ein weiterer Wirtschaftszweig auf Fuerteventura. Der größte Bereich der Viehzucht ist die Ziegenzucht. Ziegen sind pflegeleichte Tiere von großer Einfachheit mit ausgezeichneter Milchleistung. Auf circa 200 Farmen werden ungefähr 50000 Ziegen gehalten. Für die Herstellung des ausgezeichneten Majorero-Käses wird ausschließlich Ziegenmilch verwendet.

Aloe Vera

Aloe Vera ist auf den Kanaren und natürlich auf Fuerteventura weit verbreitet. Aufgrund des Klimas und der trockenen Witterung findet sie hier sehr günstige Wachstumsbedingungen und wird auf einigen Plantagen professionell angebaut.

Direkt auf der Insel wird die Aloe zu den allseits bekannten Produkten verarbeitet. Dem Gel werden entzündungshemmende, wundheilende und immunstimulierende Eigenschaften zugeschrieben. Man kann sich die Produktion auch anschauen, denn in jeder Produktionsstätte werden Führungen angeboten. Die Aloe Vera ist neben dem Tourismus eine der Einnahmequellen der einheimischen Bevölkerung.

Auf dem Bild ist eine 27 Jahre alte Pflanze zusehen. Diese liegt schon seit 5 Jahren mit anderen Aloe auf einem Haufen und wartet darauf auf einem neuen Feld eingepflanzt zu werden. Nach Auskunft der Mitarbeiter einer Farm muss dies so sein, damit sich die Felder aber auch die Pflanzen wieder erholen können. Die Aloe sind so widerstandsfähig das sie auch wieder anwachsen.

Westküste Fuerteventuras

Zum Schluss möchte ich noch ein Bild von der Westküste Fuerteventuras mit Ihnen teilen. Die Westküste ist ein wahres Surferparadies, das Abenteurer und Wellenreiter aus der ganzen Welt anzieht. Mit ihrer rauen Schönheit und den beeindruckenden Wellen bietet diese Region optimale Bedingungen für Wassersportler aller Könnensstufen.

Die Strände entlang der Westküste sind bekannt für ihre kraftvollen und konstanten Wellen, die sowohl Anfänger als auch erfahrene Surfer herausfordern. Orte wie Playa de Esquinzo und Playa de Garcey sind besonders beliebt und bieten eine atemberaubende Kulisse aus schroffen Felsen, goldenen Sandstränden und dem endlosen Atlantischen Ozean. Diese Strände sind nicht nur ideal zum Surfen, sondern auch perfekt für andere Wassersportarten wie Kitesurfen und Windsurfen.

Die Westküste von Fuerteventura ist jedoch nicht nur für Surfer ein Highlight. Die dramatischen Landschaften und die unberührte Natur ziehen auch Wanderer und Naturliebhaber an. Die Gegend ist weniger entwickelt als die touristischen Zentren im Osten und Süden der Insel, was ihr einen ursprünglichen und wilden Charme verleiht. Hier können Besucher spektakuläre Sonnenuntergänge, einsame Buchten und die beeindruckende Kraft der Natur hautnah erleben.

Abseits der Strände bietet die Westküste auch kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten. Traditionelle Dörfer wie Betancuria, die einstige Hauptstadt der Insel, laden zu einem Besuch ein und geben einen Einblick in das Leben und die Geschichte Fuerteventuras. Die Umgebung ist geprägt von alten Kirchen, malerischen Plätzen und Museen, die die reiche Geschichte und Kultur der Insel bewahren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Westküste Fuerteventuras mit ihrer wilden Schönheit, den hervorragenden Surfbedingungen und der faszinierenden Natur ein absolutes Muss für jeden Inselbesucher ist. Ob Sie nun die Wellen reiten, die Landschaft erkunden oder einfach nur die atemberaubenden Ausblicke genießen möchten – die Westküste hat für jeden etwas zu bieten.