Die Kaiserbäder auf Usedom

Die Kaiserbäder auf Usedom

Die Seeheilbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin sind bekannt als die „Kaiserbäder“

Die mit 8,5 km längste Promenade Europas vereint die Kaiserbäder wie die Perlen an einer Kette entlang der feinsandigen und weißen Küste Usedoms.

Bansin wurde erstmals 1256 urkundlich erwähnt, Heringsdorf und Ahlbeck folgten rund 450 Jahre später. Bekannt wurden die Orte aber erst, als die Berliner Schickeria gegen Ende des 19. und zum Beginn des 20. Jahrhunderts die Ostsee als Ziel ihrer Sommerfrische entdeckte.

Wer etwas auf sich hielt, ließ sich in einem der drei Kaiserbäder eine schmucke Villa bauen. Am liebsten direkt an der Promenade und in den lichten Waldstücken, die auch heute noch zum Flanieren einladen.

Das Maß aller Dinge war der eigene Geschmack. Dem einen gefielen die Tempelbauten der Antike mit ihren gewaltigen Säulen und Dreiecksgiebeln. Der nächste liebte die Häuser aus dem Schwarzwald. Balkone, Erker, Türmchen, Giebelchen, Balustraden, breite Freitreppen und Stuck, soweit das Auge reicht.

Sie sind weltweit einzigartig, die prunkvollen Villen der Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Nirgends sonst gibt es sie in solch einer Fülle und Vielfalt. Sie zeugen vom Geschmack und vom Geldbeutel ihrer einstigen Erbauer, mussten sie sich doch untereinander und miteinander messen lassen.

Kein Haus gleicht hier dem anderen. Und dennoch werden die Bauten unter dem Begriff der Bäderarchitektur vereint.

Sehr reizvoll finde ich die mittlerweile stattgefundene Vermischung von alt und neu. Neue Bauten, meist Hotels, neben alter Bäderarchitektur machen einen Spaziergang über die Europa Promenade sehr spannend.

Jetzt möchte ich Eure Fantasie etwas beanspruchen. Stellt Euch bitte folgendes vor: Ihr sitzt mit eurem Partner oder der Familie in einem hübschen Restaurant an einem schön gedeckten Tisch und die sehr aufmerksame Bedienung hat gerade das Fischgericht aufgetragen. Unter einem laufen die Wellen leise plätschernd Richtung Strand und ihr denkt bei einem wundervollen Ausblick über die Ostsee: Das ist Urlaub!

So kann es jemanden ergehen, wenn er auf einer der Seebrücken sitzt und ein leckeres Essen genießt.

Und damit sind wir bei einer weiteren Gemeinsamkeit der Kaiserbäder: Die Seebrücken.

Diese sind besonders beliebt zum Flanieren oder zum Start eines Ausfluges mit dem Personenschiff. Auch wir haben die Brücke in Bansin für unseren Abstecher nach Swinemünde genutzt.

Die eindrucksvollen Seebrücken sind auch die Wahrzeichen der Kaiserbäder.

Die Brücken von Heringsdorf und Ahlbeck sind mit Geschäften und Gastronomie ausgestattet, die ich auch weiterempfehlen kann (siehe oben). Insbesondere, wenn man von einem Ort zum anderen gewandert ist, Seeluft macht bekanntlich hungrig.

In den Kaiserbädern gibt es vieles zu entdecken, zb. die historische Uhr an der Freiluftbühne in Ahlbeck, oder sehr kunstvoll gestaltete Balkone.

Aber das allesgrößte für mich war der wunderschöne Strand. Auf Usedom gibt es über 40 km Strand, allein an den Kaiserbädern sind es 8,5 km feinster Sand und überall sind die unterschiedlichsten Vogelarten unterwegs. Vor der Seebrücke Heringsdorf sitzen die Kormorane auf alten Palisaden und trocknen ihr Gefieder.

Möven streiten um jedes Stück Futter und liefern sich dabei regelrechte „Luftkämpfe“. Ihre Flugkünste sind mehr als beeindruckend.

Alles in allem kann ich jedem den Besuch der Kaiserbäder ans Herz legen.

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